Kindheit und Jugend
Ein Blick in Willy Brandts Zimmer bei seinem Stiefgroßvater
Ein Blick in Willy Brandts Zimmer bei seinem Stiefgroßvater
Foto: Uli Kunz
[Author]
2008-02-14 14:08:05
Auf Entdeckungsreise im Lübecker Arbeitermilieu
Auf Entdeckungsreise im Lübecker Arbeitermilieu
Foto: Uli Kunz
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2008-02-14 14:08:05
Der Nationalsozialismus an der Macht
Der Nationalsozialismus an der Macht
Foto: Uli Kunz
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2008-02-14 14:08:05

Der erste Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Kindheit und Jugend Willy Brandts in Lübeck. An großen verschiebbaren Schiffsmetallwänden können Sie sich die Arbeiterkultur und das Arbeitermilieu Lübecks erschließen, gegenüber auf Glas werden Ihnen zentrale Hintergrundinformationen zur Weimarer Republik präsentiert. In der Mitte des Raumes können Sie sich in Willy Brandts Jugendzimmer setzen, in seiner Jugendlektüre schmökern oder im Familienalbum blättern. Hören Sie während oder nach Ihrer Lektüre, was Willy Brandt später rückblickend zu seiner Zeit am Gymnasium „Johanneum“ oder den Widerstand gegen die Nationalsozialisten zu berichten weiß. Für Kinder erzählt der Kater Billy seine Erlebnisse mit Willy Brandt.

Es wird Ihnen gezeigt, was es bedeutete, in den Zwanziger Jahren im Lübecker Arbeitermilieu aufzuwachsen. Denn als Willy Brandt noch Herbert Frahm hieß, war die Welt alles andere als in Ordnung. Der ersten deutschen Republik mangelte es an überzeugten Demokraten, die wirtschaftliche Not in der Bevölkerung war groß und die Zeiten schwierig. Seine Kindheit verlebte der junge Herbert als unehelicher Sohn einer einfachen Verkäuferin bei seinem Großvater, seine Jugend zwischen bürgerlicher Schule, Arbeiterbewegung und politischem Kampf gegen den aufkommenden Nationalsozialismus.

Bevor Sie Willy Brandt ins Exil nach Norwegen und somit in den nächsten Raum begleiten, sollten Sie nicht die Schilderung der ersten Boykotte gegen jüdische Geschäfte in Lübeck und der Verfolgung und Ermordung lokaler demokratischer Politiker wie Julius Leber verpassen.


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2008-01-04 17:44:57