Das große lichte Foyer des Willy - Brandt - Hauses ist geradezu geschaffen für die Darstellung von Willy Brandts Exil in Norwegen und Schweden. Sie erfahren hier etwas über Brandts politischen wie publizistischen Kampf für ein demokratisches und friedliches Deutschland. Verfolgen Sie seine Reisen in den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur durch halb Europa, nach Barcelona, Prag und Paris etwa, aber auch nach Berlin.
Die Tarnschriften und geschmuggelten Zeitungsartikel, seine Waffen in diesem Kampf, sind hier anschaulich präsentiert. Sie können selbst entdecken, wie Geheimschriften funktionierten. Und wieder kommt Brandt selbst zu Wort: Hören Sie, wie er von Flucht und Untergrundarbeit berichtet, und lesen Sie, was er zu Deutschland unter den Nationalsozialisten sagte. Aber auch sein Privatleben in dieser schwierigen Zeit lässt sich in einem Familienalbum verfolgen, seine erste Ehe mit Carlota Thorkildsen und die Geburt seiner Tochter Ninja.
Der Kontakt mit den skandinavischen Sozialdemokraten im Exil hat Brandt für seinen weiteren politischen Weg geprägt. Zurück in Deutschland, tritt er in die SPD ein. Er ist nach Kriegsende entsetzt über die Zerstörungen in Lübeck, das Elend der Bevölkerung und die Verbrechen der Nationalsozialisten. Setzen Sie sich also auf die vor Ihnen stehende Holzbank und erleben Sie nach, was er als norwegischer Pressevertreter in Nürnberg erfährt und was ihn erschüttert zurückläßt.
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