Gegen Hitler und für ein anderes Deutschland
Willy Brandt im Exil
Herbert Frahm mit SAP-Zeitschrift
Herbert Frahm mit SAP-Zeitschrift "Kampfsignal", ca. 1932
Leihgeber: AdsD
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2008-02-14 14:08:05

In dieser Schwerpunktführung haben Sie die Gelegenheit, den jungen Willy Brandt kennen zu lernen. Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, musste der engagierte Jungsozialist mit nur 19 Jahren aus der Heimat fliehen. Erfahren Sie, wie er zuerst in Norwegen, dann in Schweden den Kampf gegen Hitler vom Exil aus fortsetzte.

Geheimschriften, Tarnbriefe, Reisen durch halb Europa und nach Berlin, seine vielfältigen Aktivitäten sind anschaulich für Sie aufbereitet und werden in einer persönlichen Führung noch einmal lebendiger.

Am Ende sehen Sie einen anderen Brandt als zu Beginn der Führung. Einen gereiften Mann in den besten Jahren, der, von der skandinavischen Sozialdemokratie geprägt, nach Deutschland zurückkehrt und sich anschickt, in Berlin und Bonn die Geschicke der Bundesrepublik demokratisch mitzugestalten.


67[Author]
2007-11-22 11:52:09
Von der Teilung zur Einheit
Willy Brandts Ost- und Deutschlandpolitik in Berlin und Bonn
Willy Brandt am Fenster, Erfurt 1970
Willy Brandt am Fenster, Erfurt 1970
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2008-02-14 14:08:05

Eines der wichtigsten Kapitel der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts wird Ihnen in dieser Führung näher gebracht. Von der direkten Nachkriegsgeschichte bis hin zum Mauerfall 1989 – hier können Sie kompakt und spannend erzählt die Hintergründe und die Folgen der deutschen Teilung erfahren. Mit Willy Brandt steht dabei der Politiker im Vordergrund, der mit seiner Ostpolitik in den siebziger Jahren die Wende in den Beziehungen der beiden deutschen Staaten einleitete und der hierfür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Sie erfahren, wie er als Regierender Bürgermeister Berlins von 1957 bis 1966 den Tiefpunkt der Ost - West - Beziehungen, den Mauerbau 1961, erlebte und wie er mit seiner "Politik der kleinen Schritte", etwa dem Passierscheinabkommen, Erleichterungen für die Berliner erwirkte. Das gilt natürlich auch für die Zeit Brandts als Außenminister und Bundeskanzler, in der er gegen viele Widerstände seine visionäre Ostpolitik verwirklichte. Die Diskussionen um diese Politik wirken heute irritierend – um so mehr können sie über die Gesellschaft und die politische Lage damals aussagen. „Durfte Brandt knien?“ etwa fragte der Spiegel und es gab keine klare Mehrheit in den Umfragen. So regt die Ausstellung auch heute zu Diskussionen an. Abgeschlossen wird die Themenführung mit dem Fall der Berliner Mauer. Erleben Sie diese Schicksalsstunde der deutschen Geschichte noch einmal und hören Sie, wie Willy Brandt die Geschehnisse emotional kommentiert.


67[Author]
2007-11-22 13:09:52
Kanzler der inneren Reformen und der Verständigung nach außen
Die Ära Brandt 1969-1974
Willy Brandt bei einer Wahlkampfveranstaltung in Hamburg, Bundestagswahlkampf 1969
Willy Brandt bei einer Wahlkampfveranstaltung in Hamburg, Bundestagswahlkampf 1969
Leihgeber: Bundesbildstelle
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2008-02-14 14:08:05

In den Jahren 1969 bis 1974 prägte Willy Brandt als Bundeskanzler diese Zeit des gesellschaftlichen Wandels und der außenpolitischen Annäherung maßgeblich mit. Die sozial - liberale Koalition wurde insbesondere von jüngeren Menschen als Befreiung von alten Zwängen erlebt und mit hohen Erwartungen beladen. Durch die Schwerpunktsetzung bietet die Führung die Gelegenheit, noch einmal intensiv in diese Jahre einzutauchen. Sie können Reformgesetze der sozial - liberalen Koalition und zentrale Bundestagsdebatten anhand von Wochenschauberichten nachverfolgen. In diese Ära fallen auch die Diskussionen um §218, Radikalenerlass und den Vietnamkrieg. Und schließlich der große Wahlerfolg 1972 mit dem Slogan "Willy wählen". Außenpolitisch sind besonders die Ostverträge und Brandts Kniefall vor dem Denkmal des Warschauer Ghetto - Aufstandes hervorzuheben, ebenso wie die innerdeutsche Annäherung mit Transitabkommen und Grundlagenvertrag. Die Führung geht zudem auf ein oft zu wenig gewürdigtes Verdienst Willy Brandts ein: Als engagierter Europapolitiker nahm Brandt grundlegende Weichenstellungen für die Erweiterung der Europäischen Geminschaft vor.


67[Author]
2007-11-23 12:28:14
Von Tarnbriefen und Medienkanzlern
Medien und Politik im 20. Jahrhundert
Willy Brandt als Redner im Wahlkampf 1972
Willy Brandt als Redner im Wahlkampf 1972
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2008-02-14 14:08:05

Medien machen Politik - Politiker nutzen Medien. In der Führung wird das Verhältnis dieser beiden gesellschaftlichen Bereiche zueinander im 20. Jahrhundert thematisiert. Dabei wandeln sich die Medien, von Zeitungen, Zeitschriften und Plakaten in der Weimarer Republik über den Volksempfänger während das Nationalsozialismus bis hin zum Fernsehen in der Bundesrepublik und der DDR.

Willy Brandt wusste nicht erst im "Medienwahlkampf" 1972 die Möglichkeiten der Medien für sich zu nutzen, sondern hat auch schon aus dem Exil Nazi - Gegenpropaganda in Flugschriften verbreitet und in seinen Berliner Jahren die Presse für seine Politik eingesetzt. Er war aber auch Opfer der Medien und sah sich Diffamierungskampagnen ausgesetzt.


67[Author]
2007-11-30 10:33:52